Hartmut Grün BTS
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Ich wünsche allen meinen Kunden, Klienten und Supervisanden sowie meinen Geschäfts- und Kooperationspartnern ein Frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr 2020.


Neues aus der TZI

Mein regionaler TZI-Verein  "Ruth-Cohn-Institut Rhein-Main-Lahn e.V." veranstaltete am 27. Oktober 2019 in Frankfurt am Main einen Fachtag mit dem Thema:

"Dazugehören, sich abgrenzen, ausgrenzen - Spannungsfeld WIR"

Hier ist der dazugehörige Flyer: https://www.rci-rhein-main-lahn.de/termind…/Fachtag2019.html

Einige Tage nach unserem TZI-Fachtag, das sich um das Spannungsfeld „WIR“ in der TZI drehte, gehen mir noch einige Gedanken durch den Kopf. Der Fachtag war eine Veranstaltung von unserem Regionalverein Ruth Cohn Institut Rhein-Main-Lahn zum Thema „DAZUGEHÖREN, SICH ABGRENZEN, AUSGRENZEN“. Ich bin seit Jahren dort im Vorstand aktiv und gleichzeitig auch in der TZI-Praxis als Gruppenleiter/Dozent/Trainer tätig. Wie gehe ich eigentlich dort mit dem Thema um? Wie verhalte ich mich in meinem privaten Gruppen und im beruflichen Kontext?

Matthias Scharer, TZI-Graduierter und einer der drei Referent*innen sprach in seinem Impulsvortrag von dem GEFÄHRLICHEN WIR und dem GEFÄHRDETEN WIR.

Unter dem GEFÄHRDETEN WIR konnte ich mir noch etwas vorstellen; schließlich leben wir in einer zunehmend individualisierten Welt, in der das ICH m.E. (zu) stark in den Mittelpunkt geraten ist. Viele Menschen meiner Generation haben erst sehr spät gelernt, „ICH“ zu sagen. Heute singt Udo Lindenberg fast selbstverständlich vom „Ich mach‘ mein Ding“. Das GEFÄHRDETE WIR entsteht dort, wo es nur noch um Einzelinteressen und Einzelwege geht. Soweit so gut.

 

Aber wieso soll das WIR plötzlich auch gefährlich sein? Das war mir nicht klar. Das WIR ist doch so wichtig und mir gelingt es in meinen Gruppen ja (fast) immer auch ein gelungenes WIR herzustellen, damit darauf aufbauend eine gute fachliche Kooperation gelingt.

 

„Das GEFÄHRLICHE WIR“, erläutert Matthias Scharer, „ist deshalb gefährlich, weil es andere ausgrenzen und diskriminieren kann.“ Man kann sogar sagen: Je stärker, je enger und dichter ein (geschlossenes) WIR ist, umso gefährlicher wird es für andere außerhalb dieses WIR. Es geht also um die Schattenseite. Ich dachte sofort an die sog. „Echo-Kammern“ in den Internet-Portalen, an Hooligans im Profi-Fußball und selbst an gut funktionierende Teams in Organisationen, die sich zwar toll finden, aber auch gleichzeitig nur noch abwertend über andere Teams reden. Ja, das ist echt ab-/ausgrenzend und manchmal auch sehr abwertend und diskriminierend. „Wir sind ein tolles Team, schau mal diese Gurkentruppe.“ Das WIR ist also im Grunde genommen auch sehr zwiespältig – weder schwarz noch weiß, sondern grau.

 

Ruth Cohn war der politisch-philosophische Aspekt ihrer TZI hochwichtig. „WIR sind mit allem und mit allen verbunden“. Für sie war dies auch Teil des ihr sehr wichtigen politischen Aspekts ihres Ansatzes. Was aber geschieht mit dem WIR, wenn das WIR seine Allverbundenheit ignoriert?

 

Ist also doch der individuelle Weg der Einige? Nein. Das kann nicht sein; denn der Mensch hat in der Tat ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Aufgehoben-Sein, Identifikation mit einer Gruppe usw. Ohne WIR geht er irgendwann ein. Was also tun?

Ein ZUVIEL vom WIR ist bedrohlich, ein ZUWENIG gefährdet das Zusammenleben auf dieser Welt. Ich wurde erinnert an das 4-Faktoren-Modell Ruth Cohns. Was ist mit der dynamischen Balance? Was ist mit ihrer Aussage „Der Mensch ist autonom und interdependent zugleich….“?

 

Ab heute werde ich diese Gruppen mit ihrem wahnsinnig großem WIR-Gefühl nach wie vor sehr wertschätzen; ich werde sie aber auch darauf hinweisen, dass es außerhalb dieses WIRS noch etwas anderes gibt: Das FREMDE, das ANDERE, das was nicht im Raum ist, nicht durch diese Gruppe repräsentiert wird. Es muss immer ein Platz da sein für das ANDERE, das FREMDE, z.B. ein LEERER STUHL, der für diese Position steht, für etwas, was jetzt im Raum nicht da ist. Denn wir sind nicht allwissend bzw. alleinig im Besitz der Wahrheit

Ein spannender Vortrag, intensive Workshops mit lebendigen Begegnungen und mit Nachdenklichem im Gepäck. Meine Frau und ich begaben uns - angefüllt mit vielen Fragen und Ideen – dankbar auf den Heimweg.


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Ab September werde ich meine Facebook-Präsenz wieder stärker pflegen, weil über die sozialen Medien noch mehr direkte Kommunikation und lebendiger Austausch möglich ist als über eine Homepage. Besuchen mich doch einmal auf meiner Facebook-Seite.


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Ab sofort kann ich Ihnen wieder einen freien Supervisionsplatz für eine Einzel-Supervision bzw. ein Einzel-Coaching anbieten.


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Im neuen Jahr kann ich ab Mai 2020 auch wieder eine Team-Supervision bzw. Gruppen-Fall-Supervision übernehmen. Sprechen Sie mich bitte ab Dezember/Januar darauf an.










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